Es passierte eigentlich drei Jahre zu spät aber letzten Freitag war es soweit: Davey Havok, Jade, Hunter und Adam aka AFI standen auf einer Bühne vor mir.
Vor drei Jahren bedeutete mir “Sing The Sorrow” fast alles. Es gab kein Album, das mich so sehr begeisterte, beschäftigte und mich gleichzeitig in einen Konflikt mit mir und meiner Identität brachte. Ich habe mich niemals mit Lyrics eines Albums und der Bedeutung des Gesamtkonzeptes so sehr auseinandergesetzt wie damals.
AFI sind nicht nur eine Band. AFI stehen für etwas. AFI sind nicht Aiden oder Eighteen Visions. AFI sind keine Hype-Band. AFI sind nicht gemacht. AFI haben sich entwickelt und sich die Anhänger über viele Jahre hinweg erspielt.
Ich könnte endlos weiter ausschweifen aber um es kurz zu machen: “Sing The Sorrow” ist vermutlich das wichtigste Album meines Lebens und AFI sind von großer Bedeutung für mich.
06. Okt 2006 – München, Backstage Werk
Alles auf der Bühne ist weiß: Das Drumkit, die Verstärker, die Mikrofonständer und sogar die Mikrofone selbst.
22:15 Uhr: Die Bühne verdunkelt sich und schlagartig spürt man die riesige Euphorie im Raum. Es erscheint Davey Havok, in weiß gekleidet, und schreitet langsam in Richtung Mikrofonständer. Man merkt der Spannung im Raum und der Stimmung im Publikum an, dass hier nicht nur der Sänger einer bekannten Band die Bühne betreten hat sondern für viele Anwesende etwas wie eine Kultperson. Jemand dessen Schaffen viele beeinflusst hat und für jene soviel mehr ist als nur ein Sänger. Schneeflocken werden auf die Bühne projiziert und es erschallt:
This is what i brought you. This you can keep.
This is what i brought. You may forget me.
I promise to depart just promise one thing.
Kiss my eyes and lay me to sleep.
Das Publikum stürmt nach vorne und stimmt mit ein. Langsam betreten auch die restlichen Mitglieder die Bühne und setzen ein. Die Stimmung vor der Bühne kennt kaum Grenzen und jeder wird von diesem großartigen Intro eingesaugt. Ohne Pause folgen mit “Girl’s Not Grey” und “The Leaving Song Pt. II” die zwei Hits von “Sing The Sorrow” und nach zwei Liedern von “Decemberunderground” erklingt einer DER AFI Songs: “Days Of The Phoenix”. Mit “Endlessy, She Said” folgt einer der Höhepunkte von “Decemberunderground” und auch des Konzertes. Dieses Lied stellt auch die erste Verschnaufpause dar, in der das äußerst aktive Publikum neue Energie tanken kann. Stimmungsmässig schön übergeleitet wird durch “Bleed Black” eine Serie von fünf “Sing The Sorrow”-Liedern eingeleitet. Darunter auch der schöne Hidden Track “This Time Imperfect”.
There are no flowers, no, not this time,
There will be no angels gracing the lines,
Just these stark words I find.
Vor der Zugabe werden noch “Totalimmortal”, einer der alten Hits, und die aktuelle Single “Love Like Winter” gespielt. Die von den obligatorischen “One more song”-Chören wieder auf die Bühne getriebenen AFI, stimmen “God Called In Sick Today” an und Davey steigt auf das Publikum und singt einen großen Teil während er quasi auf den ersten Reihen steht. Den Abschluß des Sets bildet wie erwartet “Miss Murder” und raubt dem Publikum die letzte Energie.
Prelude 12/21
Girl’s Not Grey
The Leaving Song Pt. II
Summer Shudder
Kill Caustic
Days Of The Phoenix
Endlessy, She Said
Bleed Black
Silver And Cold
Dancing Through Sunday
This Time Imperfect
Death Of Seasons
Totalimmortal
Love Like Winter
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God Called In Sick Today
Miss Murder
Lange war dieses Konzert nicht aber höchst intensiv. Die Darbietung war mitreißend. Die Lichtshow stimmig. Gesprochen wurde nur selten. AFI überzeugten einfach auf voller Linie.
Das Publikum war angenehm alt und der vermutete Ansturm von 15jährigen Emo-Bettys blieb glücklicherweise aus. Die Merchandisepreise waren okay und das Angebot durchaus umfangreich. Die zweite Vorband The Explosion erhielt sogar 45 Minuten Spielzeit und diese hinterließen keinen schlechten Eindruck, auch wenn sie mit ihrem Standard-Punk-Rock nicht sehr zu AFI gepasst haben.
Ob AFI dieses Erlebnis toppen können? Ich wage es zu bezweifeln.

Ich hab dir doch eh gesagt, dass du das hier nicht lesen sollst :P
[...] sie als Support 45 Minuten Spielzeit bekommen, denn soviel bekamen auch The Explosion damals in München. Unbelievable [...]

du sau äh tschuLdigung .. du mir-fäLLt-grad-nix-anderes-ein .. soLLtest doch keinen spass habn ._______.