Donnerstag und Freitag wurden in einem kleinen Fleck im Burgenland verbracht. Manche meinen das Burgenland gehört noch zu Österreich, andere verneinen das. Doch darum soll es jetzt nicht gehen. Für mich war es das erste Mal in Wiesen und daher ein paar allgemeine Kommentare: Grundsätzlich ist Wiesen von der Anlage ein idealer Veranstaltungsort für ein Festival. Vor allem die Gastrohalle ist besonders hervorzuheben. Allerdings ist zu sagen, dass der Sound wirklich bei jeder Band absolut scheiße war (Stimme zu leise und Sound matschig). Nur der Techniker der Queens hat gezeigt, dass die Anlage anscheinend doch nicht so schlecht ist. Auch der von KoRn hat in der zweiten Hälfte des Sets was Nettes aus den Boxen gezaubert.
Auch sehr zu kritisieren sind die kurzen Spielzeiten der Bands. Grundsätzlich wären ja für Auftritt und Umbaupause gemeinsam genug Zeit kalkuliert (~1,5 Stunden), nur kaum eine Band braucht 40-45 Minuten für den Umbau, was man u.a. daran gemerkt hat, dass MCR 15 Minuten zu früh begonnen haben. Also liebe Wiesen-Leute: Lasst die Bands 15 Minuten länger spielen, weil bei anderen Festivals schaffen die Bands es auch in 20-30 Minuten für ihren Auftritt umzubauen.
Inzwischen habe ich ja doch so einiges gesehen, aber ich habe nirgends annäherend so viele betrunkene Vollidioten gesehen wie in Wiesen und das auch schon in den frühen Nachmittagsstunden. Betrunken sein? Warum nicht. Aber anderen so auf den Arsch zu gehen ist nicht…
Nun zum wichtigen Teil: Den Bands.
Alkaline Trio: Punk mit Totenköpfen, Schminke, etc. Was für alle (Mädels), die eine punkige Alternative zu Him wollen. Klang alles gleich.
Juliette And The Licks: Ähm … wer hat behauptet die Frau ist hübsch?! Da wäre der Großteil des weiblichen Publikums bei MCR um einiges schöner auf der Bühne anzusehen gewesen. Aber posen konnte sie schon. Die Musik? Naja … Standard-Rock-Punk-Gemisch. Nichts besonders.
Me First And The Gimme Gimmes: Die Punk-Coverband mit den “awesome guitars”. Gecovert wurden u.a. “Stairway To Heaven”, “I Believe I Can Fly”, “Country Roads” (leider ohne Na-Na-Na Hey-Hey Teil) und “Rocketman”.Die Musik machte Spaß und um mehr gings nicht.
Kettcar glückerlicherweise ausgelassen.
Dann NoFX: Ich kannte bewusst nichts vorher (wobei ich mich erinnern kann vor ein paar Jahren mal ein Album gehört zu haben) aber der Auftritt ging sehr in Ordnung. Die Ansagen zwischen den Songs waren lustig und die Songs selbst machten auch Spaß. Von den Songs blieb vieles schon nach dem ersten Mal hören im Gehör hängen. Sehr cool war der “Nobody likes us, everybody hates us Americans” Song.
Queens Of The Stone Age: Wieder einfach wunderbar, wobei der Auftritt mit dem vom FQ aus meiner Sicht nicht vergleichbar ist. Beim FQ kannte ich kaum Lieder, hatte einen scheiß Platz und ich fand einfach die erzeugte Atmosphäre faszinierend. Inzwischen kannte ich den Großteil der Songs, hatte eine super Sicht auf die Bühne und war wieder begeistert. Von dem Schwächeanfall von Josh Homme vor drei Tagen, wodurch sogar das Konzert zwei Tage zuvor abgesagt werden musste (fast hätte anscheinend mein Festivalfluch wieder zugeschlagen), merkte ich nichts.
Zweiter Tag, erste Band: Mobile. Rock-Musik aus Kanada. Diese klang nach nichts Besonderem aber war durchaus nett anzuhören.
The Blood Brothers: Chaoscore mit sehr hohem Schreigesang. Muss man mögen. Ich tus. Der Auftritt war toll auch wenn die Säcke “Guitarmy” nicht gespielt haben. Die 40s hätte man schon noch reinquetschen können. Nach CoCa der Auftritt des Tages.
Funeral For A Friend: Ich mochte sie bis auf wenige Lieder (“Juneau” in der alten Version ist ein Wahnsinn) noch nie besonders und auch der Auftritt änderte nichts daran. Am Auftritt gabs nichts auszusetzen aber mich begeisterten sie wieder nicht.
The All-American Rejects: (Fun)Punk und war bis auf einen Song langweilig.
Coheed And Cambria: Endlich!!! Wie lange habe ich auf diesen Auftritt gewartet :) Es war unglaublich wieviele Leute lautstark die Texte mitsingen konnten. Außerdem fällt einem auf der CD gar nicht auf, dass in den Liedern soviele Oh-Oh-Parts enthalten sind. Kam aber gut. Die Setlist:
Welcome Home
Blood Red Summer
Three Evils (Embodied In Love And Shadow)
A Favor House Atlantic
In Keeping Secrets Of Silent Earth:3
The Willing Well IV: The Final Cut
Also dieselbe wie bei den derzeitigen Clubgigs, außer drei alten Liedern (Devil In Jersey City, Everything Evil und Jungsong Provision). Gefehlt hat einem als Fan natürlich viel Material aber spätestens das abschließende Lied “The Willing Well IV: The Final Cut” entschädigte für alles. Dieses dauert auf der CD sieben Minuten, aber wurde live mittels Instrumentalparts auf 20 Minuten ausgedehnt. Dabei spielte Claudio hinter seinem Kopf Gitarre und bearbeitete diese später auch mal mit den Zähnen und der Zunge. Hendrix lässt grüßen.
My Chemical Romance: Der Auftritt war gut aber konnte mich irgendwie nicht mehr so begeistern wie bei Rock am Ring. Machte aber trotzdem Spaß.
Clawfinger und Bad Religion wurden ausgelassen und pünktlich zum Headliner waren wir wieder vor der Bühne. Dass sich viele Leute auf die Hauptband freuten, konnte man den unzähligen Bandshirts bereits am Nachmittag sehen. Nachdem durch ein riesiges Banner vor (!) der Bühne noch an den Namen der Band erinnert wurde, wusste jeder (wohl auch die Sturzbetrunkenen), dass jetzt KoRn kommen. Ich war nie großartiger Fan dieser Band und war daher erstaunt, dass ich den Großteil der Lieder kannte. Der Auftritt war gut aber konnte mich nicht total überzeugen. Highlights gabs trotzdem, die auf die Namen “Another Brick In The Wall”, “Blind” und “Did My Time” hören. Nur die Auftrittszeit war eine Frechheit. 65 Minuten bei einer Band, die sechs Alben im Gepäck hat… Schwer zu sagen ob Wiesen schon mal einen kürzeren Headliner erlebt hat.
Alleine wegen dem Auftritt von Coheed And Cambria waren es schon tolle zwei Tage. Und die Queens! … und die Blood Brothers …und und und…

[...] Also dieser Auftritt war echt kein Vergleich zum guten-aber-nicht-besonderen Auftritt beim Two Days A Week. Eine weitere tolle Band (Thrice) an diesem Abend hätte eh keiner mehr ausgehalten. Besser zwei Einzelgigs, auch wenn einer davon unter der Woche in München ist… [...]
[...] v.a. die Performance des gefühlvollen “Cancer”. Auf peinliche Ansagen wie zuletzt in Wiesen wurde glücklicherweise verzichtet und somit war dieser Auftritt absolut [...]

[...] Die letzte Band vor KsE war Funeral For A Friend. Diese mochte ich seit dem für mich miesen 2DAW Gig nicht mehr so aber der Auftritt war sehr in Ordnung. Jetzt habe ich jedenfalls gegen die Band nichts mehr ;) Da ihr Bassist verhindert war, würden übrigens für jeweils zwei Lieder die Story Of The Year, The Used und Bleed The Dream ausgeborgt. [...]