Don't Taste Fire    



23.05.
Trouble Over Tokyo

04.06.
Moving Mountains

05.06.
3 Feet Smaller




 
 

 
 

Review RaR
07. June 2005 @ 12:11

Was jetzt folgt wird wohl der längste Eintrag in der Geschichte des Logs.

Ums kurz zu sagen: Rock am Ring war genial!!!
Lange Fassung? Gerne.

Mittwoch Abend kam MiA, eine meiner zwei Mitstreiter, aus Salzburg äh Obertrum angereist. Neben etwas quatschen stimmten wir uns mit Musik und zugehörigen Videos auf das kommende Wochenende ein. Auch der Michi, der dritte im Bunde, kam noch vorbei, bevor wir schließlich um 21:irgendwas den Zug gen Frankfurt Flughafen bestiegen. Was folgte war eine lange, unbequeme, fast schlaflose Zeit. Um 4:00 mussten wir raus und versuchten weitere zwei Stunden am Bahnhof zu schlafen. Bequemer als im Zug wars jedenfalls. Um 6:00 Uhr gings weiter nach Koblenz, wo gleich der McDreck aufgesucht wurde, der übrigens um einiges billiger als bei uns ist. Vor alle gibt es viele Sachen um 1€. McD Österreich: Nachmachen! Zum Frühstück: Ich bezweifle, dass die Eggs der Ham&Eggs je ein Huhn von innen gesehen haben… Dafür waren der Speck und der Kakao gut.

Dann gings einkaufen. Meine Güte ist Koblenz ein Arschkaff. Nach laaangem Herumlaufen fanden wir endlich einen brauchbaren Supermarkt. Warum gibts eigentlich in Deutschland keine Steign (Paletten mit Dosenbier)? Kisten kann man ja nicht soviel schleppen. Naja – muss man wohl nur mit Wodka und dergleichem vorlieb nehmen und Bier schnorren…

Endlich zurück am Bahnhof mussten wir natürlich noch ein paar Stunden auf den ersten Shuttlbus warten. Dort trafen wir den Xavier, einen 23jährigen Australier, der quasi auf “Welttournee” ist. Nachdem er schon in 15 Ländern war (darunter der Ukraine, die man übrigens unbedingt besuchen soll, da ein Vollrausch sonst nirgends so billig ist – “Ten bucks and you are waaasted”) kam er nun zum Hauptgrund seiner Reise: Dem ersten von vier Festivals, die er besucht. Jedenfalls war er sehr gut drauf und wir hatten noch viel Spaß mit ihm.

Nach einer einstündigen Fahrt im Shuttlebus, wo ich endlich schlafen konnte, gings daran die Bandausgabe und einen passenden Campingplatz zu suchen.
Die Bandausgabe war relativ schnell gefunden (auch wenns scheißweit war) aber einen freien Campingplatz zu finden war nicht so leicht… Der Platz, der eher als Notlösung gedacht war, weil wir das Zeug nicht mehr schleppen wollten, stellte sich als wirklich perfekte Lösung heraus: Relativ ruhig und auch ziemlich nahe beim Eingang. Unser Zelt, das übrigens nicht das versprochene 6-Mann sondern nur 3-Mann-Zelt war (schon schwer zu unterscheiden, gell Michi? ;)), stand dann ca. 18 Stunden nach unserem Aufbruch.

Dann gings ans Kennenlernen der Nachbarn. Allen voran Bengt (28j), der so fett und notgeil war, dass er jede, wirklich jede sofern sie unter 40 Jahren alt war und weniger als 100kg hatte, angebraten hat. Erfolg hatte er zwar keinen aber er sorgte für genug Lacher. Naja … jedenfalls ging ich an dem Tag etwas verfrüht schlafen *g*

Nun zum wichtigsten Teil: den Bands!
The Dillinger Escape Plan mussten ja leider absagen, was ich am Tag des Aufbruchs erfuhr. Zu der Zeit hat es mich extrem angefuckt aber im Nachhinein kann man darüber hinwegsehen, weil es auch ohne sie genug tolle Shows gab.

Deswegen startete für uns das Festival mit Wednesday 13, dem Frontman der Murderdolls. Ich fands grindig… Aber zumindest lieferten sie den ersten von einigen “Kult-Sprüchen”.
I’ve got a fuckin’ problem
I love to say fuck

Aber ja … Situationskomik halt ;)

Was folgte war einer der besten Auftritte überhaupt. Dir En Grey. Großartige Show. Der Sänger lebt derartig mit der Musik mit und genau sowas liebe ich zu sehen. Die fünf Herren sind in der asiatischen Welt bereits Stars und ich hoffe sie werdens auch hier bald, damit sie öfters hier spielen. Weil ich MUSS einen Clubauftritt von ihnen sehen. Es will mir nicht zufällig jemand etwas Geld für einen Frankreich Ausflug im Juli geben?

Merciless Cult
Saku
Obscure
Dead Tree
The Final
Kodou
The IIID Empire

(Setlist von Setlist.com)

Simple Plan waren die nächsten und die Kanadier sind nur für wen, der Billig-Pop-Punk mag. Also nicht für mich.

Killswitch Engage waren zwar deplaziert aber der Auftritt war trotzdem sehr gut. Mit Ausnahme von “When Darkness Falls” wurden alle wichtigen Lieder untergebracht und genau während dem großartigen Song “The End Of Heartache” hat es zu regnen begonnen. Sehr passend :)
Alle Musiker gaben ihr Bestes und vor allem dem Bassist zuzusehen war sehr cool.

Als nächstes kam definitiv einer der besten drei Auftritte des Festivals: Papa Roach! Warum ich sie mag, habe ich ja schon mal erläutert. Coby ging wirklich von der ersten Sekunde ab und lieferte eine dermassen energiegeladene Show ab, wie ich sie noch nie erlebt habe. Sogar das eher ruhige “Scars” wurde herübergebracht ohne Energie einzubüssen. Hammerauftritt! Natürlich haben ein paar wichtige Lieder gefehlt, aber das ging schon in Ordnung für SO einen Auftritt. Die Herren sollen endlich ihre Ärsche für einen Clubauftritt nach Österreich befördern.

Dann wurde Bühne gewechselt und die nächste Band, die wir zu sehen bekamen waren As I Lay Dying. Leider war der Auftritt eher schwach, was aber nicht nur an der Band lag, da sie mit technischen Problem zu kämpfen hatten. Im Pit gings zu wie bei sonst keiner Band (höchstens Unearth), was mich für die Uhrzeit doch sehr wunderte. “Forever” wurde natürlich gespielt aber mir fehlten “Distance Is Darkness” und “Behind Me Lies Another Fallen Soldier”. Aber trotzdem werde ich mir deren Auftritt Ende September in der Arena mit Heaven Shall Burn und Evergreen Terrace nicht entgehen lassen.

Every Time I Die waren die nächsten aber von denen sahen wir nur drei Lieder, die aber eigentlich ziemlich cool waren.

Nach einer Zeltpause gings weiter mit Unearth. Da ich mit deren Songmaterial bis auf “Zombie Autopilot” nicht vertraut war, klang alles für mich relativ gleich und monoton. Aber der Auftritt an sich war gut, auch wenn ich das Harte-Mann-Gehabe vom Sänger nicht mochte.

Es folgten Lamb Of God, von denen ich auch wenig kannte. Deswegen klang auch hier für mich alles ähnlich aber die Stimme vom Sänger fand ich um einiges cooler. Aber auch er musste dauernd zeigen wie hart er nicht ist.

Die deutschen Caliban musste ich nun zum zweiten Mal ertragen. Der Auftritt war zwar besser … aber weit entfernt von gut. Vor allem der Sänger war von seinem Gehabe her lächerlich und seine Ansagen waren das auch: “Zerstört diesen Platz.” Äh … ja.
Deswegen schauten wir mal kurz rüber zu Slipknot. Arg was da los war… Zur Bühne sahen wir nicht und einen Auftritt nur über die Leinwand verfolgen kann auch nichts.

Außerdem wollten wir sowieso In Flames als nächstes sehen. Diese waren eine der Überraschungen des Festivals. Der Auftritt war wirklich gut, auch wenn ich nur wenige Songs kannte. Muss ich jetzt ändern :) Ich hoffe die kommen im Rahmen der Tour zum neuen Album auch nach Österreich. Im Gepäck hatten sie auch eine kleine Pyro-Show, die gut passte, und auch das gesamte Auftreten der Band war sehr sympathisch. Leider wurde “Episode 666″ nicht gespielt. Ein guter Abschluß eines wahnsinnig tollen Tages.

Tag 2 war weniger spektakulär. Auf der Hauptbühne spielten gerade Towers Of London als wir ankamen. Scheiße waren sie: Poser-Grindig-Rock. Sie gefielen keinem von uns. Zum Glück sahen wir nur die letzte Hälfte. Helmet waren die nächsten. Drei Songs kannte ich vorher, von denen ich zwar nicht begeistert war aber angeblich sollen sie ja gut sein und anschauen kostet in dem Fall ja nichts. Zum Glück, denn der Auftritt war komplett langweilig.

Der eigentliche Grund warum wir schon vor der Bühne standen war Mia, die In Extremo sehen wollte. Naja – so Mittelalter-Zeugs ist nicht meines ums kurz zu machen. Ich wollte Slayer sehen, die aber leider einen relativ langweiligen Auftritt runterspielten, der aber gegen Ende besser wurde. Schade.

Ins Gelände gingen wir erst wieder zu Sonic Youth. Auch mit deren Songmaterial war ich nicht vertraut der Auftritt war spitze. Sie haben es geschafft eine großartige Atmosphäre zu erschaffen und wurden trotz ruhigem Material nie langweilig. Aber das sahen nicht alle so. Garbage waren die nächsten, die einen guten, aber keinen besonderen, Auftritt spielten. “The World Is Not Enough” und “Bleed Like Me” fehlten mir leider. Abschließend warteten wir noch The Hives ab. Und gingen wieder. Die Musik ist nicht meins (um nicht zu sagen scheiße) und dem arroganten Gehabe der Band kann ich absolut nicht ab.

Tag 2 war also eher ein netter Erholungstag, aber Tag 3 hatte es wieder in sich.

Los gings auf der Hauptbühne mit Avenged Sevenfold, die nach dem Auftritt entgültig die Wohlstandskinder als Mias Lieblingsband ablösten. Versteh ich zwar nicht ganz aber versteht Frauen schon? ;) Ihre Instrumente beherrschen sie durchaus aber was sie rausholen ist halt nicht meines.

Da Mudvayne bald kamen mussten wir die Hellacopters ertragen. So ein Scheiß. Und mit dieser Meinung war ich absolut nicht alleine. Dann kamen endlich Mudvayne, die mit 35 Minuten ein leider recht kurzes Set spielten. Aber die wichtigsten Lieder wurden gespielt, nur “IMN” hätten sie sich sparen können. “Mercy, Severity” hätte ich nämlich gern gehört. Chad, der Sänger, war zwar stimmlich gut in Form nur mehr Agilität hätte der Show nicht geschadet. “Not Falling” war für mich der Song des Festivals.

Bühnenwechsel: Shadows Fall legten einen sehr tollen, energiegeladenen Auftritt hin. Für den Michi wars besonders toll als er den Stick einer seiner Lieblingsbands fing und auch noch signieren lassen konnte. So auf Platte sind die bis auf ein paar Lieder nicht meines aber live gingen sie sehr ab.

Gleich darauf gabs Lacuna Coil und der Auftritt ist unter Enttäuschung einzustufen. Dass sie bei Tageslicht auftraten war eine schlechte Vorraussetzung aber den Auftritt zerstört haben sie selbst. Die dauernden “Fuck-Ansagen” der Sängerin passten genausowenig wie die “Hey-Hey-Chöre”. Und über die “Gothfathers” Shirts will ich mal gar nicht reden…

Nach der besagten Shadows Fall Autogrammstunde sahen wir einen der für mich besten Auftritte: Meshuggah. Hua geil. Dicke Soundwände wurden da aufgefahren. Irgendwie mit Isis vergleichbar – nur viel, viel bessser. Von ihnen brauche ich auch definitiv Studiomaterial und bei einem Liveauftritt wäre ich sofort wieder dabei.

Funeral For A Friend spielten einen wirklich guten Auftritt, nur ist deren Musik nicht so meins. Als Abschluß des gesamten Wochenendes gabs einen wirklich tollen Auftritt von My Chemical Romance. So laut mitsingen habe ich das Publikum selten gehört. Der Sänger gab sein bestes und die ganze Show war sehr energiegeladen. Sie spielten alle für mich wichtigen Lieder, was mich gewundert hat denn auf “I Never Told You What I Do For A Living” habe ich nicht mal zu hoffen gewagt. Toller Abschluß jedenfalls :) Hoffentlich bald wieder!

Die (lange) Heimfahrt zählte zu den wohl lustigsten Momenten der gesamten Reise aber hier will ich mal nicht ins Detail gehen *g*

Wenn das Line-Up wieder passt, dann nächstes Jahr sehr sehr gerne wieder :)

Concert Review



[...] Gefehlt haben mir leider “Breathe Life” und wie schon bei Rock am Ring “When Darkness Falls” aber sonst war die Setlist schon super. Innerhalb der Band muss außerdem anscheinend eine Wette laufen, denn mit Ausnahme vom Sänger wurde das Gesicht eines jeden Mitglieds von einem “Methusalem-Bart” geziert. Schaute lustig aus. Ich freue mich schon auf die Live-DVD, die am Montag kommen sollte. [...]

20. November 2005 @ 15:36

[...] Top-Auftritte 2005 (Liste aller besuchten Konzerte) 1. The Dresden Dolls (Flex) 2. Lampshade (Chelsea) 3. Dir En Grey (Rock am Ring) 4. Opeth (Szene) [...]

01. January 2006 @ 16:21

[...] Mit dem Wissen, dass ich ein Freund von Anders bin, gings nach Hause. Zusammengefasst war es ein okayer Abend. In Flames waren bei Rock am Ring zwar um Welten besser, aber das Konzert war trotzdem kurzweilig. Ebenfalls schnell vergangen ist das Set von Sepultura und allein wegen “Roots Bloody Roots” und “Refuse/Resist” sind ihre Auftritte einfach super ;) Und mit Dagoba hat man noch eine motivierte Band bekommen aus der wirklich was werden könnte, wenn man ein wenig eigenständiger wird. Concert Review [...]

12. April 2006 @ 17:06

[...] Der letztjährige Auftritt bei Rock Am Ring war einfach faszinierend. Ich kannte die Band zwar seit 2003 in Form von zwei Liedern und ein paar Bildern aber gepackt hatten sie mich nicht. Damals hielt ich “Child Prey” für zu krank und “Drain Away” für langweilig. Aus heutiger Sicht, v.a. weil ich die zwei Lieder inzwischen liebe, kann ich mich nur über mich selbst wundern. Doch eines war ich trotzdem: Interessiert. Deswegen standen wir pünktlich bei der Second Stage. Nachdem eine unzählbare Schar von japanischen Roadies den Aufbau abgeschlossen hatten, kamen fünf durchgestylte Japaner auf die Bühne und legten mit einer unfassbaren Energie und Hingabe los. Ich habe zuvor und auch danach keinen Sänger gesehen, der auf der Bühne so in der Musik aufgeht und jede einzelne Note nochmals durchleidet. Selbst zwischen den Songs gab es keine Ansagen oder gar ein Lächeln. Das I-Tüpfelchen war, als Kyo am Ende, noch voller Wut, den Kübel mit Eiswürfeln und 0,5l Mineralflaschen ohne Vorwarnung und Rücksicht auf Verluste ins Publikum schmiss. Zuhause besorgte ich mir das aktuelle Album “Withering To Death” und nach einer Einhörungsphase war ich auch hier begeistert von dem Schmerz und der Wut, die jede Sekunde des Albums durchfließen. [...]

07. August 2006 @ 23:38

[...] Der Auftritt war energiegeladen und hat mich wieder begeistert, auch wenn ich sie bei Rock am Ring letztes Jahr noch einen Tick besser fand. [...]

11. October 2006 @ 12:41

[...] um einige Hauseck mächtiger waren die folgenden Lamb Of God! Diese empfand ich vor zwei Jahren als eher monoton aber dieses Mal war ich mit mehr Material vertraut und wurde absolut überzeugt. [...]

05. June 2007 @ 18:31

[...] Of Hatred” und das Folgende war eindeutig der beste Auftritt der letzten drei! Der von Rock am Ring steht ausser Konkurrenz. Auch die harten Lieder vom neuen Album “The Marrow Of Bone”, [...]

16. August 2007 @ 15:37

[...] die Band live zu sehen. Trotzdem konnten sie mich nicht so begeistern wie zwei Jahre zuvor bei Rock am Ring. Beim damaligen Auftritt riss mich die Energie wirklich mit, die heute in dieser Art nicht spürbar [...]

07. December 2007 @ 20:48



Name (Pflichtfeld)

Mail (wird nicht veröffentlicht) (Pflichtfeld)

Website